BVB-Krise im News-Ticker: BVB vor Trainerwechsel: Trennung Bosz angeblich beschlossen, kommt Kehl?
Borussia Dortmund hielt lange an Trainer Peter Bosz fest, auch bei immer größer werdender Krise. Nach dem 1:2 gegen Werder Bremen haben die Vereinsbosse offenbar doch reagiert und die Trennung beschlossen.
08.08 Uhr: Besonders kurios: Sollte der BVB die Trennung von Peter Bosz jetzt verkünden, wäre der Niederländer der dritte Dortmund-Trainer nacheinander, der seinen Job nach einem Bundesligaspiel gegen Bremen verliert.
Thomas Tuchel hatte vor seiner Entlassung sein letztes Ligaspiel gegen Werder, auch Jürgen Klopps Karriere in der Dortmund ging nach einem Spiel gegen die Norddeutschen zu Ende; der heutige Liverpool-Coach wurde beim BVB aber freilich nicht entlassen, sondern ging auf eigenen Wunsch.
07.57 Uhr: Selbst in der desaströsen Hinrunde der Saison 2014/2015, als der BVB auf einem Abstiegsplatz überwinterte und wenige Monate später den Rückzug von Trainer Jürgen Klopp verkündete, gab es keine acht Bundesligaspiele in Serie ohne Sieg. Zuletzt war das vor fast 18 Jahren unter Bernd Krauss und Udo Lattek der Fall.
07.19 Uhr: Auffällig beim BVB: Beim frustrierenden Heimspiel gegen den SV Werder war auch von der sonst so bemerkenswerten Unterstützung von der Dortmunder Südkurve kaum noch etwas zu spüren. Der "Kicker" beschreibt die Stimmung so: "Die oft beschworene Gelbe Wand ist derzeit nur noch ein Schatten ihrer selbst. 25.000 Menschen finden darauf Platz, gut 24.900 von ihnen nahmen das Schicksal ihrer Mannschaft über 90 Minuten fast teilnahmslos hin.
10. Dezember, 06.45 Uhr: Sehr wahrscheinlich, dass der BVB das Aus von Peter Bosz heute kommuniziert. Ob dann sofort eine Nachfolgelösung präsentiert wird, ist unklar. Laut "BamS" hat der Verein noch keinen Kontakt mit Sebastian Kehl aufgenommen.
23.07 Uhr: Und wie "BamS" weiter berichtet, ist nicht Storck jetzt der Topkandidat für die unmittelbare Bosz-Nachfolge, sondern tatsächlich Sebastian Kehl. Dieser soll aber nur für die drei Pflichtspiele bis zur Winterpause verantwortlich sein, danach muss eine andere Lösung her. Offenbar gab es zuletzt auch Kontakt zu Armin Veh - beim ehemaligen Stuttgarter Meistertrainer war der 1. FC Köln aber schneller.
23.03 Uhr: Angeblich wollten die BVB-Bosse Bosz schon nach dem 4:4 gegen Schalke vor zwei Wochen feuern. Letztlich wollten sie sich dann aber nicht die Blöße geben, sich vom Erzrivalen den Trainer kaputtmachen zu lassen. Das berichtet "Bild am Sonntag".
22.55 Uhr: Laut "WAZ" erfuhr Bosz direkt nach Spielende in der Dortmunder Kabine von seiner Entlassung. Zur Erinnerung: Watzke war mit Abpfiff dorthin geeilt.
22.50 Uhr: Das Gespräch zwischen Watzke, Zorc, Schmelzer, Reus, Sahin und Piszczek hat knapp 1:45 Stunden gedauert. Es gab also einiges zu besprechen. Mit dabei war auch BVB-Justiziar Dr. Robin Steden.
22.42 Uhr: Storck meldet sich zu Wort und tritt auf die Bremse. "Da ist überhaupt nichts dran, das kann ich guten Gewissens sagen", entgegnet er bei "Sport1.de" Gerüchten, es habe bereits Kontakt mit dem BVB gegeben.
22.32 Uhr: Auch Lukasz Piszczek war beim Treffen in der Geschäftsstelle zugegen. Jetzt fahren die Stars kommentarlos nach Hause.
22.28 Uhr: Noch gibt es Unklarheiten, warum es noch keine Börsen-Mitteilung des BVB bei beschlossener Trainer-Entlassung gibt - und ob es diese überhaupt sofort geben muss.
22.18 Uhr: "Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir sehr schlecht gespielt", sagte Bosz bei seiner wohl letzten Pressekonferenz als BVB-Trainer. "Das war das Schlechteste, das ich gesehen habe, seit ich hier bin." Sein Auftritt im Video:
22.10 Uhr: In den letzten Wochen spekulierten verschiedene Medien bereits über ein mögliches Engagement des ehemaligen BVB-Kapitäns Sebastian Kehl. Der 31-malige Nationalspieler beendete seine Karriere 2015 und hat noch keine Fußballlehrer-Lizenz - das würde die Sache erschweren.
21.57 Uhr: Jetzt berichtet auch der "Kicker", dass Schmelzer, Reus und Sahin am Abend mit Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc zusammensaßen.
21.51 Uhr: Vor der Dortmunder Geschäftsstelle herrscht immer noch reger Auflauf, mittlerweile sind natürlich auch jede Menge Journalisten vor Ort. Heute wird der Verein kaum noch etwas bekanntgeben - laut übereinstimmenden Berichten auch, weil der börsennotierte BVB vorher eine Ad-hoc-Mitteilung an seine Aktionäre herausgeben muss, wenn er eine große Entscheidung wie eine Trainerentlassung trifft. Das ist bislang nicht geschehen.
21.45 Uhr: Ein heißer Kandidat auf den Trainerjob in Dortmund ist offenbar Bernd Storck. Das berichtet die "Funke Mediengruppe". Der 54-Jährige war bis Oktober Nationaltrainer Ungarns und spielte selbst sechs Jahre lang für den BVB.
9. Dezember, 21.05 Uhr: Laut "Sport-Bild" wird die Entlassung des Niederländers am morgigen Sonntag offiziell verkündet. Das ist dem Bericht zufolge das Ergebnis einer Krisensitzung der Dortmunder Vereinsbosse direkt nach der fünften Bundesliga-Niederlage der laufenden Saison am Samstagnachmittag. Laut "WAZ" wird am Sonntag eine Pressemitteilung des BVB erwartet.
Noch am Abend fuhr der Mannschaftsrat um Marcel Schmelzer, Marco Reus und Nuri Sahin zur BVB-Geschäftsstelle und sei dort über die Entscheidung informiert worden, berichtet "Sport1.de".
Nach nunmehr acht Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg war der im Sommer als Tuchel-Nachfolger verpflichtete Bosz wohl nicht mehr zu halten. Auf die Frage beim TV-Sender Sky, ob er noch an einen weiteren Vertrauensbeweis der Vereinsführung glaube, sagte der Niederländer: "Das sind Fragen, die sie anderen stellen müssen."
BVB-Trainer Bosz selbstkritisch
Minuten später fügte er selbstkritisch an: "Die erste Halbzeit war das schlechteste, seit dem ich hier in Dortmund bin. Und ich bin der Verantwortliche dafür."
Der dichte Terminkalender erschwert der Vereinsführung die Entscheidung über einen möglichen Nachfolger auf der Trainerbank. Schon am Dienstag steht die Partie in Mainz an.
Was nach dem 1:2 gegen Bremen in der Kabine im Beisein von Sportdirektor Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke beredet wurde, blieb offen. "Ein paar Spieler haben vor sich hingeflucht, aber es wurde nicht viel geredet", verriet Schmelzer. Watzke und Zorc äußerten sich am Samstag nicht öffentlich.
Video: Stimmung in Dortmund kippt gegen die eigene Mannschaft
Source: FOCUS Online by mit dpa
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