21.05 Uhr: Der Wintereinbruch hat für Chaos am Frankfurter Flughafen gesorgt. In Erwartung der heftigen Schneefälle seien bis zum späten Nachmittag 330 Flüge gestrichen worden, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport am Sonntag. Derzeit seien nur je eine Bahn für Starts und für Landungen offen. Eine weitere sei geschlossen, eine vierte werde geräumt.
Doch auch auf den geräumten Bahnen würden die vorgeschriebenen Bremswerte nicht immer erreicht, fügte der Sprecher hinzu. Er sprach von einer gewaltigen Aufgabe, die Bahnen immer wieder freizubekommen.
19.15 Uhr: Der Düsseldorfer Flughafen hat wieder geöffnet, doch es gibt nach wie vor Beeinträchtigungen. Insgesamt fielen dort am Sonntag 111 Flüge aus.
Das winterliche Wetter hat auch zu zahlreichen Verkehrsunfällen in ganz Deutschland geführt. Bei einem Zusammenstoß von zwei Autos am Niederrhein etwa wurden sieben Menschen verletzt, darunter zwei Säuglinge. Glücklicherweise wurden die Insassen eines Rettungswagens Zeuge des Unfalls in Bedburg-Hau im Kreis Kleve und konnten sofort helfen, wie die Polizei mitteilte. Ein Unfall-Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt war die Autobahn 9 zwischen Dessau-Süd und Bitterfeld-Wolfen, sagte ein Polizeisprecher in Dessau-Roßlau. Dort sorgten gleich mehrere Crashs für Staus.
In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kamen zwei Menschen bei Autounfällen ums Leben.
Kälterekord auf der Zugspitze
17.42 Uhr: Am kältesten war es mit etwa -10 Grad am Wochenende entlang der Alpenränder. In Reit im Winkel maß der Deutsche Wetterdienst (DWD) nachts zeitweise sogar -15 Grad. Und von Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, vermeldeten die Meteorologen aus der Nacht zum Sonntag den bislang kältesten Wert dieses Winters: -22 Grad.
Die Kälte und der Schneefall verschärften in den deutschen Alpen auch die Lawinenlage. Oberhalb der Waldgrenze bestehe erhebliche, in tieferen Lagen des Allgäus und der Berchtesgadener Alpen mäßige Lawinengefahr. Es sei aber nicht mit einer Verschärfung der Lage zu rechnen, sagte ein Sprecher des Lawinenwarndienstes Bayern. Grund dafür sei ein starker Föhn in den Alpen, der den Schnee zusammenpresst.
17.12 Uhr: Auch die Bahn kämpft am Sonntag mit Eis und Schnee. In ganz Nordrhein-Westfalen gab es Verspätungen, Umleitungen und Ausfälle. Im Fernverkehr mussten Züge wegen Störungen an den Weichen umgeleitet werden. So ging über Stunden rund um Wuppertal nicht viel. Die Bahn in NRW riet über Twitter, Reisen mit der Bahn ganz zu verschieben, weil der Schienenersatzverkehr wegen der winterlichen Straßenverhältnisse ebenfalls ausfiel. Auch der Bahnhof in Münster war betroffen. In anderen Landesteilen gab es Probleme mit S-Bahnen und Regionalzügen.
Heftiger Schneefall: Flughafen Düsseldorf vorübergehend geschlossen
16.12 Uhr: Nach heftigen Schneefällen in Nordrhein-Westfalen hat der Flughafen Düsseldorf den Flugbetrieb zwischenzeitlich eingestellt. Nach Angaben eines Sprechers wurden am Sonntagmittag um kurz nach 12 Uhr erste Flüge gestrichen. Gegen 16 Uhr landete die erste Maschine wieder.
Am Flughafen Köln/Bonn kam es am Sonntag zu einzelnen Flugausfällen. „Wir mussten zehn Flüge absagen. Es gibt Verspätungen und wir haben Landungen von anderen Flughäfen wie Düsseldorf übernommen. Ansonsten läuft der Betrieb“, sagte eine Sprecherin am Nachmittag.
Zahlreiche Unfälle bei Glatteis in ganz Deutschland – Lage am Frankfurter Flughafen „dramatisch“
Sonntag, 10. Dezember, 15:24 Uhr: Schnee und Straßenglätte haben in vielen Teilen Deutschlands zu Unfällen geführt und den Verkehr behindert. In der Nähe von Cuxhaven starb ein Mann bei einem Unfall. Mehrere Menschen verletzten sich, aber oft blieb es bei Blechschäden. Am Frankfurter Flughafen gab es am Sonntag Verspätungen und Flugausfälle, wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte.
Bis zum Nachmittag wurden am Frankfurter Flughafen 267 Flüge gestrichen. Hunderte Verbindungen hatten Verspätung. Zwischenzeitlich stand an Deutschlands größtem Drehkreuz nur eine Piste für startende und landende Jets zur Verfügung. Eine Fraport-Sprecherin bezeichnete die Situation als „dramatisch“. Selbst auf den geräumten und gestreuten Bahnen seien wegen des anhaltenden Schneefalls nicht die vorgeschriebenen Bremswerte erreicht worden.
In Niedersachsen gerieten viele Autofahrer wegen Schnee und Glätte am Wochenende ins Rutschen. In der Nähe von Cuxhaven starb am Samstagnachmittag ein Mann, der auf dem Seitenstreifen der Autobahn 27 nach einer Panne auf den Abschleppdienst wartete. Er wurde von einem Wagen angefahren, der auf der teilweise glatten Straße nach rechts abgekommen war.
Im Oberharz wurden in der Nacht zum Sonntag drei Menschen schwer verletzt, als ein Autofahrer auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verlor und frontal gegen einen Baum krachte. Ein 20-Jähriger, der bei Himmelpforten mit seinem Wagen in einen Graben schleuderte, wurde von Ersthelfern so lange über Wasser gehalten, bis Rettungskräfte eintrafen. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Auch in Nordrhein-Westfalen schneite es heftig, es kam zu Hunderten Verkehrsunfällen. Auf der A3 am Kreuz Breitscheid stellte sich in den frühen Morgenstunden am Samstag ein Lastwagen quer und blieb stecken. Die Autobahn blieb bis in den frühen Nachmittag hinein teilweise gesperrt. Die Feuerwehr versorgte wartende Autofahrer.
Nicht nur glatte Fahrbahnen bargen eine Gefahr – auch Bäume stürzten unter der Schneelast um. Allein auf den Autobahnen in NRW gab es zwischen Freitagabend und Sonntag nach Angaben der Landesleitstelle mehrere Hundert witterungsbedingte Unfälle mit mehr als zehn Verletzten, zwei davon schwer. Wegen umstürzender Bäume und herunterfallender Äste wurde am ganzen Wochenende auch der Wuppertaler Zoo geschlossen, wie die Stadt mitteilte.
Im Video: Winter-Tipps vom ADAC – so kommen Autofahrer sicher durch den Schnee
Source: FOCUS Online by dpa
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